MAP Ferienakademie wird erstmals durch die HERMANN GUTMANN STIFTUNG in Zusammenarbeit mit der Hochschule für angewandtes Management am Adventure Campus durchgeführt

Schulisches Wissen auf spielerische Weise erleben, die eigenen Grenzen austesten, Selbstvertrauen gewinnen und somit Erfolg lernen. All das erfahren derzeit 20 Schülerinnen und Schüler aus Altmühlfranken im Rahmen der zehntägigen MAP Ferienakademie. Zum ersten Mal wird das erlebnispädagogische Projekt an der Hochschule für angewandtes Management in Treuchtlingen durchgeführt und wissenschaftlich begleitet. Die zehn Schülerinnen und die zehn Schüler verbringen 10 Tage und Nächte am Treuchtlinger Adventure Campus, dort erwartet sie ein abwechslungsreiches Programm. Schulischer Lernstoff soll praxisnah erfahren werden, in Projekten soll das eigenständige Arbeiten geschult werden und anhand von spielerischen Elementen sollen Sachverhalte mit viel Spaß erlernt werden. „Darüber hinaus sollen die Teilnehmer auch in ungewohnten Situationen gefordert werden, in denen sie sich beweisen können. Daraus sollen sie gestärkt hervorgehen und sich auch im Alltag mehr zutrauen“, so Sebastian Kursawe, einer der Coaches und Absolvent der Hochschule für angewandtes Management. So steht z.B. auch ein Besuch im Pappenheimer Hochseilgarten auf dem Programm, oder ein Wassersporttag am Brombachsee.

Die Schülerinnen und Schüler, die sich für das Projekt beworben haben und von der Steurungsgruppe ausgewählt wurden, sollen dadurch befähigt werden die schulische Laufbahn gut abzuschließen und optimal auf die berufliche Zukunft vorbereitet werden. „Wir wollen speziell Mittelschüler fördern und diesen ermöglichen auf dem ersten Arbeitsmarkt unterzukommen. Ein solches Projekt ist in Deutschland bisher einzigartig“, berichtet Karl Scheuer, einer der Initiatoren des Projektes.

Scheuer war es, der zusammen mit Angela Novotny, der Vorsitzenden der Hermann-Gutmann-Stiftung die Idee für das Projekt hatte. Im Rahmen MAP (Mittelschule Arbeitswelt Partnerschaft) und der Schülerfirma Saluf fördert die Stiftung bereits seit einiger Zeit neue Lernansätze im Bereich der Mittelschulen. Außerdem passt das Projekt natürlich hervorragend zum Thema Förderung von Lernwerkstätten, welche die Stiftung seit über 20 Jahren erfolgreich betreibt. „Die Ferienakademie ist zweifelsfrei eines unserer ehrgeizigsten und aufwendigsten Projekte, doch wir sind uns sicher dass die Förderung der Mittelschüler durch dieses einzigartige Projekt jeden Cent wert ist“ , so Novotny. Möglich wurde es durch eine finanzielle Förderung im Rahmen des LEADER-Programms durch die LAG Altmühlfranken. Das Projekt wurde entsprechend konzipiert und beantragt und dann durch das Entscheidungsgremium bewilligt. „Wir sind stolz den Mittelschülern im Landkreis dieses einzigartige Projekt fast kostenneutral anbieten zu können“, freut sich Angela Novotny. Lediglich einen kleinen finanziellen Beitrag müssen die Eltern der teilnehmenden Schülerinnen und Schülern leisten, den Rest deckt komplett die Stiftung ab. So konnte dieses ehrgeizige Projekt nun im August 2017 an den Start gehen.

In der Treuchtlinger Hochschule für angewandtes Management fand die Stiftungen einen Partner, der nicht nur in der Lage war das Projekt am Adventure Campus umzusetzen, sondern es auch entsprechend wissenschaftlich zu begleiten. „Das besondere ist, dass wir die Teilnehmer bis zu ihrem Schulabschluss begleiten und nachhaltig Coachen. So können wir auch langfristige Erkenntnisse über die Wirkungsweise des Projektes erlangen“, berichtet Prof. Dr. Manuel Sand, der mit der wissenschaftlichen Leitung betraut ist. „Das langfristige und nachhaltige des Konzeptes ist dabei ein Alleinstellungsmerkmal, das so bisher weder erprobt noch erforscht wurde“, so Sand weiter. In den kommenden Jahren sollen noch weitere Jahrgänge folgen und auch die aktuelle Gruppe aus Schülern der zukünftigen 7. Jahrgangsstufe soll im kommenden Jahr erneut für zehn Tage an den Adventure Campus kommen. Nach der Woche ist also noch lange nicht Schluss, in der Folgezeit wird eine kontinuierliche Nachbetreuung zum Erfahrungsaustausch und zu Motivationszwecken durchgeführt. Nach einem halben Jahr findet ein Zwischentreffen am Campus statt, damit die positiven Erlebnisse während der Ferienakademie nicht in Vergessenheit geraten. Genau das macht das Projekt so einzigartig.

Der erste Durchgang der MAP Ferienakademie findet noch bis zum 6. September statt, danach geht es dann an eine erste Auswertung der Daten. Wer Interesse hat im nächsten Jahr an dem Projekt teilzunehmen, der kann sich unter www.map-ferienakademie.de informieren.